„Mutti, Mutti, können Scheinwerfer mit Scheinen werfen?“ In diesem alten Kinderwitz liegt eine tiefe Wahrheit. Denn statt den journalistischen Scheinwerfer auf Missstände im Land zu werfen, blenden ihn die Kollegen der ARD-Tagesschau lieber aus. Und das liegt natürlich daran, dass die Redakteure, wenn sie fest angestellt sind, geradezu mit Geldscheinen beworfen werden: Üppige Gehälter und Pensionen stopfen den beamteten Journalisten Mund und verstopfen ihnen den kritischen Verstand. Man blendet die Scheinwerfer der vierten Gewalt aus, wenn es um Kritik am System geht. Lieber verdunkeln als Erhellendes senden, ist die Maxime.

Immer noch die Lügen-Vokabel vom „Einsatz“

Das Elend des 20 Jahre währenden Afghanistan-Krieges geht seinem Ende zu und die Verantwortung der Regierung müsste von anständigen Journalisten eigentlich randscharf ausgeleuchtet werden. Aber was fällt dem Herrn Kai Küstner vom ARD-Hauptstadtstudio ein: „Afghanistan-Einsatz - Nicht der Krieg der Kanzlerin“. Dass die Dame, so lange sie im Amt war, eine Mitverantwortung für den Krieg gegen das Völkerrecht trug? Will Küstner nicht sehen, er rechnet noch mit Karriere-Sprüngen, da will er nicht anecken. Dass er immer noch die Lügen-Vokabel vom „Einsatz“ benutzt? Gehört zum Ausblenden der Kriegs-Wirklichkeit unbedingt dazu. Und wenn er dann noch behauptet, am Hindukusch sei über 20 Jahre irgendwas „schiefgelaufen“, dann blendet er das erbrechen in Afghanistan einfach aus. Nicht über Blut, Mord, Tränen und Unrecht will er berichten, es war ja nur irgendwie „schief“. Diagnose: Zu viele dicke Scheine im Hirn.

Corona-Pandemie - Zahl der Privatpleiten steigt stark

Sieh mal an: In England läuft die Wirtschaft nach der Corona-Bremse wieder. Soweit mit der Überschrift „Britische Wirtschaft - Der Aufschwung beginnt im Pub“ ganz nett beleuchtet. Auch der Kernsatz in der Meldung ist erhellend: „Seit die britische Regierung am 19. Juli nahezu alle Corona-Maßnahmen aufgehoben hat, am sogenannten Freiheitstag, bevölkern die Briten wieder zahlreich die Pubs und Restaurants“. Aber der Gehirnstrom der Hamburger Redakteure reicht nicht aus, um diese Überschrift mit einer anderen, eigenen aus dem Juni zu kombinieren: „Folge der Corona-Pandemie - Zahl der Privatpleiten steigt stark“. Das peinliche Ausblenden der deutschen Wirklichkeit ist die Folge von extremer Konzentration auf die eigene Pension. Die wird man nur dann unbeschadet erreichen, wenn die Wahrheit unterbelichtet wird.

Demokraten müssen unbedingt im Dunkel bleiben

Ja, in Frankreich, da kann die verschattete Hamburger Redaktion „Erneut Proteste gegen Corona-Regeln“ feststellen und sogar darüber berichten. Frankreich ist weit genug vom Kanzleramt und seinen Direktiven entfernt. Dass zeitgleich in Berlin Tausende Bürger aus dem ganzen Land gegen das deutsche Corona-Regime demonstriert haben? Das fällt unter den Ausblendungs-Befehl! Die Demokraten müssen unbedingt im Dunkel der Nicht-Berichterstattung bleiben. Denn andere könnten sich ein Beispiel nehmen. Nö, das will Frau Merkel nicht, und was Frau Merkel nicht will, das will die Redaktion auch nicht!

Zuschauer machen mit:

Auch diese Ausgabe der MACHT-UM-ACHT stützt sich auf eine Vielzahl von Zuschauer-Zuschriften, die an diese Adresse gesandt wurden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Dafür bedankt sich die Redaktion ganz herzlich.
 
Hier geht es zum Video:

https://apolut.net/die-macht-um-acht-86/

Einer der MACHT-UM-ACHT-Leser hat einen Sampler zum Themen ER-OPEN-UP gesendet. den präsentieren wir gern: https://bherzt.com/fos/

 

 

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Das Problem liegt ganz woanders Herr Gellermann, Sie sollten mal besser recherchieren. Lange Zeit war die Erhöhung der Rundfunk-und Immobiliensteuer durch das Land Sachsen-Anhalt blockiert. Die staatlichen Rundfunkanstalten mußten an allen Ecken...

Das Problem liegt ganz woanders Herr Gellermann, Sie sollten mal besser recherchieren. Lange Zeit war die Erhöhung der Rundfunk-und Immobiliensteuer durch das Land Sachsen-Anhalt blockiert. Die staatlichen Rundfunkanstalten mußten an allen Ecken und Enden sparen, besonders an intelligenten und integeren Mitarbeitern. Sowas gibts auf dem Markt nicht für einen Apfel und ein Ei. Ausserdem nimmt die Zahl der Mitglieder in den Altparteien ständig ab, sodass es Rekrutierungsprobleme an geeigneten Mitarbeitern gibt. Ich bin sicher, wenn Sie noch etwas Geduld haben, ist das Problem gelöst . Denn unser Verfassungsgericht hat die Unterfinanzierung des Staats-TV erkannt und die monatliche Erhöhung um Euro 0,86 pro Monat per Ordre de Mufti bestimmt und die Länderparlamente kurz und schmerzlos entmachtet, so wie es sich in einer ordentlichen Demokratie gehört.

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Alexander
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„Mutti, Mutti, können Scheinwerfer mit Scheinen werfen?“" - Geben Sie es zu Herr Gellermann, das ist nicht alt, das haben Sie erfunden.

Jenny Westphal
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Ein Meisterstück der Medien-Kritik.Danke.

Jens Berghaus
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"Warum schleppt sich blutend, elend,
unter Kreuzlast der Gerechte
Während glücklich als ein Sieger
Trabt auf hohem Ross der Schlechte?

Woran liegt die Schuld? Ist etwa
Unser Herr nicht ganz allmächtig?
Oder treibt er selbst den Unfug?
Ach das...

"Warum schleppt sich blutend, elend,
unter Kreuzlast der Gerechte
Während glücklich als ein Sieger
Trabt auf hohem Ross der Schlechte?

Woran liegt die Schuld? Ist etwa
Unser Herr nicht ganz allmächtig?
Oder treibt er selbst den Unfug?
Ach das wäre niederträchtig.

Also fragen wir beständig,
Bis man uns mit einer Handvoll
Erde endlich stopft die Mäuler -
Aber ist das eine Antwort?

Heinrich Heine (zum Lazarus - Auszug)

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Matthias Brendel
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