Im Gebäude des Bundestages an der Spree diskutierten vor den Kameras von WELTNETZ-TV Dieter Dehm (DIE LINKE), Uli Gellermann (RATIONALGALERIE) der Schweizer Historiker Daniele Ganser und Lucas Wirl für das Netzwerk No to war – No to Nato zum Thema „70 Jahre NATO“. Pascal Luig moderierte die Debatte, in der sich alle darüber schnell einig wurden, dass die NATO eine gefährliche Organisation sei, die man besser abschaffen solle. Eine interessante Nähe zwischen Ganser und Gellermann gab es in der Einschätzung, dass die NATO, neben ihrer Rolle als Kriegsbündnis auch als Unterdrückungs-Instrument gegenüber kleineren Nationen fungiere. Ganser: „Wir wollen in der Schweiz keine ausländischen Militärstützpunkte.“ Zur angeblich nationalen AfD wusste Diether Dehm: „Die haben doch ein Bekenntnis zur NATO im Programm.“

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Zwar habe ich schon spannendere Diskussionsrunden gesehen, aber Gellermanns Hinweis auf die nationale Souveränität ist in linken Kreisen eher selten. Dass er im neutralen Schweizer einen guten Partner finden würde überrascht nicht, gibt aber...

Zwar habe ich schon spannendere Diskussionsrunden gesehen, aber Gellermanns Hinweis auf die nationale Souveränität ist in linken Kreisen eher selten. Dass er im neutralen Schweizer einen guten Partner finden würde überrascht nicht, gibt aber Hinweise. Mann muss sich nicht vor dem eigenen nationalen Schatten erschrecken.

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Werner Sommer
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Eine etwas günstigere Anordnung der Teilnehmer wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Du fehlst zu oft in der Runde als sichtbarer Teilnehmer, wenn gesprochen wurde und von daher, eine gute Idee, dieses Gespräch, aber man hätte dich klarer...

Eine etwas günstigere Anordnung der Teilnehmer wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Du fehlst zu oft in der Runde als sichtbarer Teilnehmer, wenn gesprochen wurde und von daher, eine gute Idee, dieses Gespräch, aber man hätte dich klarer positionieren müssen.

Ein Thema, dass es in sich hat und das wir in der GALERIE oft genug, ausführlich differenziert geschichtlich aktuell und substantiell bearbeitet haben, so war das meiste eine notwendige Wiederholung, dem Anlaß (70 Jahre NATO), zuzuordnen, richtig und wichtig. (Der Oberbefehlshaber der NATO ist natürlich ein Amerikaner).Ohne die Geschichte, ohne deren Aufarbeitung, ohne die Faschisten, Faschisten zu nennen und ohne immer wieder an die unrühmliche Adenauer Regierung zu gehen, gibt das nix und ich sehe das völlig anders, als Herr Heiducoff in seinem Kommentar in der Galerie, man solle doch nach "vorne schauen," ohne zu wissen, was "hinten" los war, komme ich zu falschen Schlussfolgerungen in der Geschichte und das ist meine Bewertung, sowohl die der Geschichte, als auch auf das Heute bezogen. Ganz sicher sagt es auch etwas über einen selber aus: Woher man kommt und wo man steht.

Ganser ist der Rolle des Historikers weitestgehend gerecht geworden und sicherlich ist es der Zeitgeist, der die kritischen Geister klein halten will, der schlecht macht, der eben das macht, um seine Position zu stärken und zu verteidigen. Gellermanns Position zum Frieden, wie die auch der anderen ist eindeutig und das macht Mut. Der Friedensbewegung einiges ins Stammbuch zu schreiben, lieber Uli hat den Nerv, zumindest meinen getroffen. Dieter Dehm, hat mit den Kommunisten eher weniger zu tun, dafür benutzt er Marx und Lenin reichlich oft...., so scheint es bei ihm ohne die genannten nicht zu gehen, na ja, hört sich ja gut an. Zur Medienkritik: Die ist nunmal des Galeristen Schwerpunkt und das seit langer Zeit, da hätte Dieter Dehm sich weniger "aufblasen" sollen und den Galeristen mehr zu Wort kommen lassen.
"Raus aus der NATO," die politische Forderung muss so klar und so präzise bleiben, da gibt es keine schönen Worte, denn der Warschauer Pakt von 1955 war die Antwort auf die Gründung der NATO. An einer Stelle widerspreche ich Herrn Ganser ganz entschieden, die NATO war vom ersten Tag an ein kriegerisches Bündnis und das ist sie bis Heute. Nachdem sich die Macht- und Kräfteverhältnisse in der Welt nach 1989/91 zugunsten des Kapitals verändert haben, seitdem ist es klarer, "wo der Kriegs- und Rüstungshammer" hängt. 1989 hat nur deutlicher gezeigt, wo die Reise hingeht, in offene Kriege, in Not, ins Verderben und macht so das Streben der USA, die rücksichtslos endlich wieder an der Spitze in der Welt stehen wollen um die Völker der Welt unter ihre dreckigen blutigen Stiefel zu zwingen, mit den heutigen Mitteln, die subtiler, "sauberer" sind, nicht weniger gefährlich sind und das trägt dazu bei, dass bewußt so gut wie keine Bilder, die seit Vietnam, die grausame Wirklichkeit des Krieges zeigen, daraus hat man gelernt, denn jeder Krieg, wo die Bilder ins "warme Nest" gesendet werden hätte ungeahnte Folgen für Politik, Medien und Kapital. Natürlich rüstet Rußland und das muß Rußland, da gib es, nach der Geschichte überhaupt kein vertun und Rußland ist ein kapitalistisches Land, weniger hoch entwickelt, also in ein anderern Geschwindigkeit, als beispielsweise Deutschland oder der Kriegsverbrecher, die mordende Mickey mouse, mit einem historischen Gedächtnis, dass die Politik des Landes immer beeinflussen wird, denn Leningrad, der mörderische Krieg der Faschisten, die 27 Millionen Sowjetmensche werden niemals vergessen, denn "Nichts ist vergessen und niemand." Eingebrannt in die Herzen und Köpfe, auf immer. Danke für die Runde und nichts ist wichter als der Frieden, der letztendlich zur "großen, sozialen Frage" gehört.

"Raus aus der NATO und Nie wieder Faschismus und Krieg, diese Forderung bringt es auf den Punkt.

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Ulrike Spurgat
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Prima Runde. Besonders hat mir der Hinweis von Herrn Dehm auf den Film "Wag the Dog" gefall.Kunst kann wirklich häufig mehr als Politik. Dass sich Gellermann traut, die "nationale" Frage zu stellen spricht für seinen Mut. In der üblichen...

Prima Runde. Besonders hat mir der Hinweis von Herrn Dehm auf den Film "Wag the Dog" gefall.Kunst kann wirklich häufig mehr als Politik. Dass sich Gellermann traut, die "nationale" Frage zu stellen spricht für seinen Mut. In der üblichen Friedensbewegung wird er sich damit keine Freunde machen.

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Katrin Leistenschneider
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Super Frauen-Anteil in der Runde!

Irene Häber
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Ganser und Gellermann sind top! Mehr hätte es nicht gebraucht.

Bengt Svenson
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Das Wesen des globalen Kapitalismus ist, Länder in die wirtschaftliche Abhängigkeit zu treiben, man kann auch sagen: Kolonialisieren. Die NATO ist nur eines der Werkzeuge hierzu.

R. R.
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White is Right!
Wir sind die Guten.

Wollt Ihr das einfach nicht erkennen???

Hasta la Victoria - siempre

joe bildstein
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ZUM NEIN ZUR NATO SICH ZU BEKENNEN:
BEDEUTET, NICHT WARTEN BIS ZÜNDSCHNÜRE BRENNEN !

Siebzig Jahre NATO,
Sind siebzig Jahr zuviel.
Was brachte sie bis dato?
Sie brachte sich ins Spiel.

Womit? Vielleicht mit Frieden?
Mit Wohlstand für die Welt?
Sie ruft...

ZUM NEIN ZUR NATO SICH ZU BEKENNEN:
BEDEUTET, NICHT WARTEN BIS ZÜNDSCHNÜRE BRENNEN !

Siebzig Jahre NATO,
Sind siebzig Jahr zuviel.
Was brachte sie bis dato?
Sie brachte sich ins Spiel.

Womit? Vielleicht mit Frieden?
Mit Wohlstand für die Welt?
Sie ruft zum Waffen schmieden,
Das ist, wofür sie bellt.

Als Pitbull an der Leine
Von USA & Co,
Steht NATO für´s Gemeine,
Sammelt derzeit Scheine
Zum Zetermordio.

Drum wählt ein Links-Europa.
Und tut dies vehement.
Helft Großmutter und Opa.
Doch nicht erst, wenn es brennt.

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Lutz Jahoda
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Allein die Analyse von Uli Gellerman hätte gereicht zur Charakterisierung der Nato, hervorragend. Allerdings war die Nato nie als Verteidigungsbündnis konzipiert, sondern immer zum Angriff auf die Sowjetunion aufgestellt. Warum sonst die...

Allein die Analyse von Uli Gellerman hätte gereicht zur Charakterisierung der Nato, hervorragend. Allerdings war die Nato nie als Verteidigungsbündnis konzipiert, sondern immer zum Angriff auf die Sowjetunion aufgestellt. Warum sonst die ständigen Flüge über der DDR im Kalten Krieg, die unsere NVA immer in Aktion hielt? Auch über der UdSSR flogen ständig Spionagejets, man denke an die U2 mit Powers . Die sollten die schwachen Stellen der entsprechenden Landesverteidigung ausloten. Solange die SU noch zu stark erschien, trauten sich die Amis nicht. Aber bei der geringsten Schwäche hätten sie den Osten überfallen. Das hatten sie nach der Selbstauflösung des Ostblocks nicht mehr nötig und konnten nun voller Kraft mit eingezogenen Krallen sich die Ostländer untertan machen. Damit war die Nato frei für andere / größere Ziele ohne "Rücksicht" auf und eventuelle Störung durch den Ostblock. Wobei sie nie auf Kriege verzichteten, wenn es ihnen genehm war: Korea, Vietnam und Putsche in aller Welt. Die Rüstungsindustrie boomt nach wie vor. Alles in allem eine interessante Runde.

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Uschi Peter
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Eine interessant besetzte Runde. Punktsieg: Natürlich der verlinkende Hausherr! Für deine „Verwesentlichungen“ herzlichen Dank, lieber Uli! Die Friedensbewegung (wen bitte sonst?) ins Gespräch zu bringen und ihr Versagen – partiell – zu benennen,...

Eine interessant besetzte Runde. Punktsieg: Natürlich der verlinkende Hausherr! Für deine „Verwesentlichungen“ herzlichen Dank, lieber Uli! Die Friedensbewegung (wen bitte sonst?) ins Gespräch zu bringen und ihr Versagen – partiell – zu benennen, war dringend überfällig. Vor allem der Hinweis auf Russland als faktisch natürlichem Verbündeten gegen die USA-/NATO-Agressionen. Und ja: Rein in den Sandkasten und die klare Frage stellen: Wer hat angefangen? Diese Zeit muss klare Schärfen bilden: Wer agiert, wer reagiert (prinzipiell durchgehend besonnen)? Die Propaganda, Russland immer mehr in eine Weltmacht-Rolle á la USA hineinzureden, um das Bild entstehen zu lassen, beide Weltmächte gäben sich eigentlich nichts, außer dass Russland freilich die aggressivere sei, ist sehr weit gediehen. Bis weit in linke Kreise wird diese propagandistische Unschärfe befördert (dazu passend: für die PdL ist ja die Sezession der Krim nach wie vor eine Annexion). Leider nicht verstanden wurde im Halbrund auch deine Beobachtung, wie aus Russland quasi über Nacht wieder der Klassenfeind geworden ist, der Sitz des Weltkommunismus - ohne Kommunisten. Ein brillantes Bild, das, wie gesagt, leider unterging.


Den Dehm mag ich einfach, er hat Leidenschaft. Ganser finde ich nach wie vor grenzwertig unerträglich in seiner Rolle als Volksaufklärer. Natürlich ist seine Arbeit wichtig, claro. Aber dieser schreckliche Narzissmus! Ganz ehrlich? Ich halte ihn – allen Verdiensten zum Trotz - für einen Schwätzer. Allerdings für einen, den „wir“ gut brauchen können.

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Reyes Carrillo
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