Seit Monaten läuft der Wettbewerb der MACHT-UM-ACHT zur „Pappnase“ des Halbjahres. Die Zuschauer der alternativen Sendung zur „Tagesschau“ haben mit großer Mehrheit entschieden, dass die ultimative Pappnase an Georg Mascolo geht. Mascolo leitet einen Recherche-Verbund des NDR, des WDR und der Süddeutschen Zeitung. Eine sonderbare Vermischung privater und öffentlich-rechtlicher Unternehmen. In der „Tagesschau“ firmiert Mascolo als „Fakentfinder“, ist aber eher an Faktenverdrehungen beteiligt. Denn Mascolo ist nicht nur Terrorismusexperte der ARD. Er ist auch als Mitglied der Lobby-Organisation „Atlantik-Brücke“ und der "Core Group“ der Münchner Sicherheitskonferenz sowohl den USA als auch der Rüstungsindustrie eng verbunden.

Unter der Überschrift: "Ukraine vor Präsidentenwahl - Der Maidan war nicht umsonst", lässt die Tagesschau-Redaktion zwei unbekannte und nicht zu identifizierende Bürger der Ukraine zu Wort kommen, die sich dringend für die Wiederwahl des ukrainischen Präsidien Petro Poroschenko aussprechen. Dieser Trick, letztlich anonyme Zeugen und ihre Meinung in eine Nachricht einzubauen, ist uralt und schlecht. Zum einen steht Poroschenko nicht in Deutschland zu Wahl, zum anderen ist diese Form des verdeckten Kommentars schlichte Manipulation des Zuschauers. Offenkundig geht es der Tagesschau-Redaktion um eine EU- und NATO-Erweiterung: "Diese Wahl ist eine absolute Grundvoraussetzung für unsere Bewegung vorwärts, zu unserer Mitgliedschaft in EU und NATO" wird Poroschenko in der Meldung zitiert. Genau das ist der Punkt, um den herum es damals, rund um den Maidan beinahe zu einem Krieg in Mitteleuropa gekommen wäre.

Zuletzt weist die MACHT-UM-ACHT noch auf ein Foto hin, mit dem die Tagesschau-Redaktion die französische Bewegung der Gelbwesten diffamieren will: Eine beschädigte Skulptur am Arc de Triumphe soll die soziale Bewegung als Krawallmacher diffamieren, um deutsche Nachahmer der Kämpfe für die kleinen Leute zu verhindern. Mit einem Foto über die Polizeibrutalität belegt die MACHT-UM-ACHT, dass die ARD-Sendung nicht mal die Hälfte der Wahrheit berichtet, sondern, obwohl es jede Menge Belege für diese Brutalität gibt, zum Vorgehen der Polizei gegen die Bürger schweigt.

Für das Team der MACHT-UM-ACHT bedankt sich Uli Gellermann herzlich bei den Zuschauern dieser Video-Serie, "die ohne die vielen Zuschauer gar nicht denkbar wäre". Die Arbeit geht weiter. Denn die wichtigste Nachrichtensendung des Landes, der Taktgeber für viele andere Medien, muss weiter kritisch hinterfragt, analysiert und begleitet werden.

Denn die Tagesschau mit ihren rund zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern der 20-Uhr-Ausgabe und ihrem Marktanteil von 31,7 Prozent erzielt immer noch die höchste Quote der Nachrichten-Formate. Zum Vergleich: RTL aktuell hat nur 2,16 Millionen Zuschauer und die BILD-Zeitung, das führende deutsche Boulevardblatt, erreicht nur eine verkaufte Auflage von von 1.661.817 Exemplaren.

Hier geht es zum Video:

https://kenfm.de/die-macht-um-acht-23/

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Danke, aber ich kenne eine Menge Pappnasen !

Bete Hermann
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Der Informationsgehalt der Tageschow ist sehr gering. Das war aber schon immer so. Zumal sehr oft im konjunktiv berichtet wird.So kann man die meisten Meldungen getrost in die Tonne treten, sie sind einfach nichts wert. Natürlich müssen wir hier...

Der Informationsgehalt der Tageschow ist sehr gering. Das war aber schon immer so. Zumal sehr oft im konjunktiv berichtet wird.So kann man die meisten Meldungen getrost in die Tonne treten, sie sind einfach nichts wert. Natürlich müssen wir hier fairerweise feststellen daß es außer den Konjunktivismus auch eine andere Art von Meldungen gibt, die aber leider auch nichts wert sind weil sie mit der Wahrheit nichts zu tun haben.

Man kann jedoch feststellen, daß Köpcke nicht so mit den Händen geredet hat wie das heutige Moderatorn machen. Auch ein Günther Siefarth hat bei seiner Apollostory nicht so mit den Armen herumgefuchtelt wie das im heutigen Wissenschaftsjournalimus leider so üblich ist.

Vielleicht sollte man diesen Kasparköpfen die Hände auf dem Rücken zusammenbinden bevor man sie auf Senden schaltet. Hilfreich wäre auch ein Pflaster auf die Fresse. Damit würde diese Sendung, beim Abendessen geschaut, der Verdauung besser helfen indem sie diese nicht laufend umkehrt.

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R. R.
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Ein elegantes Lehrstück zum Journalismus. Danke!

Petr Berger
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Hmm ,Pappnase ist eine sehr starke Verharmlosung.

Manfred Caesar
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Eine Pappnase?

Das ist doch eher die Nase eines Clown als die eines Nachrichtenmanipulators. - Gemeint ist wohl Pinocchios Nase, die mit jeder Lüge wächst.

Klaus Bloemker
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Es ist ein Vergnügen Herrn Gellermann bei seiner Analyse der Tagesschau zu sehen. Und mann lernt was über Manipulation.

Lara Petermann
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Das ist jetzt ein bissel "Off-Topic" was ich schreibe. Vielleicht auch nicht.

Ich lese das und kriege Gewalt-Phantasien, wie so oft. Nein, keine mit Mord & Totschlag, Rotz und Blut und sowas, anders... und denke mir...

...wenn doch endlich mal 5G...

Das ist jetzt ein bissel "Off-Topic" was ich schreibe. Vielleicht auch nicht.

Ich lese das und kriege Gewalt-Phantasien, wie so oft. Nein, keine mit Mord & Totschlag, Rotz und Blut und sowas, anders... und denke mir...

...wenn doch endlich mal 5G flächendeckend (also für Autos) ausgerollt wäre und autonomes Fahren der Standard, das wäre schön! Daß die Automobil-Industrie die Sicherheitslücken in den von ihnen produzierten Fahrzeugen in den Griff bekommt ist sehr unwahrscheinlich, wenn es selbst den Firmen nicht gelingt, deren Kernkompetenz sichere Kommuniktation ist (Cisco, Juniper, Ericsson, haha, auch Huawei) - und daß es Sicherheitslücken gibt, dafür sorgen neben inkompetenten Programmierern die Geheimdienste, schon bei den Chip-Herstellern.

Und es gibt auch unter Hackern Leute mit einem untadeligen politischen Bewußtsein (so wie meins), die auch gehörige kriminelle Energie haben (also nicht so wie ich Lusche), und dann haben die Fahrzeuge auch schon längst keine Hupen mehr, sondern Lautsprecher, die mittels Audio-Dateien blöken, und dann...

...dann bewegt sich ein Konvoi von Autos ins Regierungsviertel und zum Redaktionssitz der Tagesschau und überall hin zu den Zentren der Macht und ihrer Lautsprecher und macht die Gegend mit sich voll, und aus allen Lautsprechern aller Autos ertönt skandiert im Gleichtakt nur:

"WIR HABEN HUNGER! WIR HABEN HUNGER! WIR HABEN HUNGER!"

- nichts weiter, keine politische Botschaft. Die Insassen der Fahrzeuge wären sicherlich verstört, schockiert, ja sogar traumatisiert (wobei Trauma und Katharsis von der jeweiligen Resilienz abhängen), aber es wären nicht *sie*, die da protestieren, es wären die Autos selber. Gesteuert von einer geheimen Macht. Ach.

Ja, ich weiß, daß ist ziemlicher Schwachsinn. Ich schicke den Kommentar trotzdem ab. Wenn schon von den Massen der Menschen nichts kommt, dann vielleicht von den Massen der Autos. Ich veröffentliche diesen geheimen Plan auch nur deshalb, weil er auch nach hinten losgehen kann und die Gegenseite womöglich die Steuerung unseres gesamten Lebens schon viel umfänglicher durchdacht und umgesetzt hat - durchdacht und umgesetzt haben könnte, soviel Konjunktiv muß sein.

Wenn das aber so wäre, was dann? Es reicht dann nicht, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen und das Smartphone im Klo zu versenken.

Kriegen wir es noch auf Reihe, uns für "etwas" - und sei es das Leben des Nächsten - zu solidarisieren abseits von (propagandistischen) Medien-Kanälen, oder braucht's dazu erst einen veritablen Sonnensturm, der die Chips verbrutzelt?

Bissel weiter weg hingucken hilft vielleicht: Venezuela macht's vor, auch mehrere Blackouts haben dem Zusammenhalt der Bevölkerung nicht geschadet, ihn eher verstärkt, Chavismo hin oder her. Das könnten wir auch, hier, in unserer Nähe. Aber vielleicht brauchts dazu erst 'ne große Auto-Demo.

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Georg Moritz
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Sehr geehrter Herr Gellermann,

"der Maidan war nicht umsonst" ist eine richtige Feststellung. Er hat die USA ca. 5 Milliarden $ gekostet, der EU ca. 500 Millionen ? und der BRD ca. 300 Millionen ?. Was die die gute Frau Lagarde von der Weltbank...

Sehr geehrter Herr Gellermann,

"der Maidan war nicht umsonst" ist eine richtige Feststellung. Er hat die USA ca. 5 Milliarden $ gekostet, der EU ca. 500 Millionen ? und der BRD ca. 300 Millionen ?. Was die die gute Frau Lagarde von der Weltbank in der Ukraine in den Sand gesetzt hat entzieht sich meiner Kenntnis. Sie hat vermutlich das Geld schon längst abgeschrieben. Auf jeden Fall ist das genug Geld, um Herrn Poroschenko noch reicher zu machen. Allerdings ist der Traum eines Nato/US-Stützpunktes auf der Krim vorläufig beendet.
Dafür hat die Bevölkerung aber einiges zurück bekommen. Einen neuen Nationalismus, die Verehrung von Kriegsverbrechern wie Stephan Bandera,
die Erstarkung faschistischer Banden. Aber das ist den ÖR/ MS-Medien keine Erwähnung wert. Wo bleiben denn die Stimmen der "Grünen" wie Frau Harms oder Frau Beck um nur einige zu erwähnen? Oder sind diese Herrschaften mit dieser Entwicklung einverstanden? Vermutlich ist das die neue Linie der "Grünen".Auf der anderen Seite genießen die Bürger der Ukraine die Reisefreiheit in die EU und können sich dort als Billig- Arbeitskräfte verdingen. Herr Poroschenko kann so die Arbeitslosigkeit exportieren und die EU bekommt billige Arbeitskräfte. So etwas nennt man ja wohl eine "win-win"- Situation.

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Michael Riecke
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